Disability Mainstreaming¶
Disability Mainstreaming lehnt sich an das sogenannte „Gender Mainstreaming“ an, das die Gleichstellung von Mann und Frau zum Thema hat. Übertragen auf Disability Mainstreaming – „Disability“ kann wörtlich mit „Behinderung“ übersetzt werden – bedeutet dies, dass nun der Fokus nicht mehr auf der Geschlechteremanzipation liegt. Es geht vielmehr um die Emanzipation von Menschen mit Behinderungen. Das heißt, dass Menschen mit Behinderungen nicht mehr nur dann einbezogen werden, wenn sie Gegenstand oder Ergebnis eines Prozesses sind, sondern grundsätzlich in allen Handlungsebenen und Projektphasen.
Die Verankerung ihrer Belange und Sichtweisen bedarf schließlich eines Umdenkens im Forschungsdesign, das eine inklusive Beteiligung von Menschen mit Behinderungen in allen Phasen eines Projekts (Planung, Umsetzung, Nachbereitung) meint, um Disability Mainstreaming in der Citizen Science zu realisieren.
Tipp
Die Einbeziehung von Menschen mit Behinderungen und ihrer jeweiligen Anforderungen ist immer von Mehrwert. Projekte profitieren von den zusätzlichen Perspektiven und Erfahrungen, die Menschen mit Behinderungen einbringen. Dabei ist es wichtig, dass sie nicht nur dann einbezogen werden, wenn der Forschungsgegenstand sich direkt mit Themen wie Barrierefreiheit oder Inklusion beschäftigt, sondern auch in anderen Kontexten. Ihre Perspektiven bereichern Projekte und schaffen neue Ansätze für eine breitere Zielgruppe.
Detaillierter kann dies in Grüber(2007) sowie in Behrisch (2013) nachgelesen werden.